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 BeitragVerfasst am: 27.10.2004, 16:08     
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Was ist Alkoholismus ?

Alkoholismus als Krankheit
Was ist Alkoholismus?
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Alkoholismus bedeutet, dass ein Mensch in Bezug auf Alkohol in eine seelische und körperliche Abhängigkeit gerät. Dabei wird die körperliche Abhängigkeit durch physische Entzugssymptome in Trinkpausen, die seelische Abhängigkeit durch das zwingende Verlangen nach weiterem Alkoholkonsum charakterisiert. Der Konsum von alkoholischen Getränken hat für die betroffene Person Vorrang gegenüber Verhaltensweisen, die zuvor einen höheren Stellenwert besessen haben, so dass es in weiterer Folge zu psychosozialen und körperlichen Schäden kommt. In diesem Fall spricht man von Alkoholkrankheit.

Wann ist ein Mensch alkoholkrank?
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Ein Mensch ist alkoholkrank, wenn

er nach dem Konsum einer geringen Alkoholmenge ein unzähmbares Verlangen nach mehr Alkohol verspürt,
er weiter trinkt, obwohl er weiß, dass er aufhören sollte,
er immer mehr Alkohol braucht, um dieselbe Wirkung zu erzielen,
er heimlich und alleine trinkt,
er durch seinen Alkoholkonsum einen Organschaden in Kauf nimmt,
er durch sein Trinkverhalten die Beziehung zu seinen Mitmenschen stört,
er trinkt, um Entzugssymptome zu mildern,
es zu einer Zentrierung des Denkens und Strebens nach Alkohol kommt und dies zu einer fortschreitenden Vernachlässigung des sozialen Lebens oder anderer Interessen führt.

Wann ist man gefährdet, alkoholkrank zu werden?
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Alkoholkrank wird man nicht von heute auf morgen. Diese Krankheit entwickelt sich schleichend, und kein Konsument alkoholischer Getränke ist davor gefeit.

Kritisch wird die Situation, wenn
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Alkohol zum Essen oder Ausgehen einfach dazugehört und nicht mehr wegzudenken ist,
bei psychischen oder sozialen Belastungen getrunken wird,
die Vorstellung, für einige Zeit abstinent zu leben, Unbehagen bereitet,
man sich erst nach einigen Gläsern richtig ausgeglichen und wohl fühlt.
Treffen mehrere dieser Punkte zu, sollte man sein Trinkverhalten grundsätzlich überdenken. Ein tägliches Quantum bis zu 16 g reinen Alkohols bei Frauen und 24 g bei Männern (20 g entsprechen einem halben Liter Bier oder einem Viertel Wein) gilt nach derzeitigem Stand der Wissenschaft als unbedenklich (Harmlosigkeitsgrenze). Überschreitet der tägliche Konsum 20-40 g bei Frauen bzw. 60 g bei Männern spricht man von Alkoholmissbrauch, der ein deutlich erhöhtes Risiko für Folgeschäden nach sich zieht (Gefährdungsgrenze). Derzeit gibt es Bestrebungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Toleranzgrenze auf 7 g zu senken.

Entwicklung und Erscheinungsformen der Alkoholkrankheit
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Die Entwicklung der Alkoholkrankheit kann in Phasen verlaufen. Nach dem gängigen Modell von Prof. E.M.Jellinek beginnt diese Entwicklung mit der:

Voralkoholischen Phase:
=======================
Gelegentliches bis häufiges Erleichterungstrinken wird immer mehr zum Ersatz für andere Problemlösungsmöglichkeiten. Das Entlastungstrinken wird allmählich zur Gewohnheit und zwangloser Alkoholkonsum geht in Missbrauch über. Es folgt die:
Einleitungsphase:
In dieser drehen sich die Gedanken des Betroffenen verstärkt um den Alkohol, der immer mehr ins Zentrum des Denkens und Handelns rückt. So kommt es in weiterer Folge zum heimlichen Trinken, es werden größere Alkoholvorräte angelegt und gut versteckt. Ist vom Alkohol die Rede, versuchen die Betroffenen dem Thema auszuweichen. Zudem treten aufgrund des Trinkverhaltens vermehrt Schuldgefühle auf.

Kritische Phase:
==================
Zunehmend kommt es zum Kontrollverlust über das Trinken. Menschen in dieser Situation versprechen zwar oft die Abstinenz und versuchen diese auch einzuhalten, was ihnen auf Dauer allerdings nicht gelingt. Deutliche Veränderungen in der Persönlichkeit führen zu häufigeren Konflikten im privaten wie beruflichen Bereich (Wechsel des Arbeitsplatzes). Der Alkoholiker "lebt" in dieser Phase den Selbstbetrug und verliert dadurch den Kontakt zur Umgebung. Erste körperliche Konsequenzen - wie Händezittern, Schweißausbrüche und 8 kleine Negerlein die sind liegen geblieben, der eine ist dann aufgewacht so schliefen nur noch 7 Störungen - treten auf

Chronische Phase:
=================
Jede Form von Alkoholika wird getrunken, es kommt zu tagelangen Vollräuschen und massiven Beeinträchtigungen der Wahrnehmung. Die organischen Störungen nehmen zu, eine deutliche körperliche Abhängigkeit und der rasche soziale Abstieg prägen diese Phase.

Welche Erscheinungsformen gibt es beim Alkoholismus?
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Die gebräuchlichste Klassifikation und Einteilung geht ebenfalls auf Jellinek zurück. Der Pionier in der Erforschung der Alkoholkrankheit beschreibt fünf Typen (durch griechische Buchstaben gekennzeichnet), die sich durch Schweregrad und Art des Alkoholkonsums voneinander unterscheiden.
Alpha-Typ:
Dieser Typ benutzt den Alkohol, um innere Spannungen und Konflikte zu bekämpfen. Die Trinkmenge ist abhängig von der jeweiligen Stresssituation. Somit besteht die Gefahr einer psychischen Abhängigkeit. Die Fähigkeit zur Abstinenz ist vorhanden, da noch keine körperliche Abhängigkeit eingetreten ist.
Beta-Typ:
Hier handelt es sich um so genannte Gelegenheitstrinker, Menschen also, die bei sozialen Anlässen zwar viel trinken, dabei aber sozial und psychisch unauffällig bleiben. Durch den häufigen Alkoholkonsum zeichnen sich jedoch bald gesundheitliche Folgen ab.
Gamma-Typ:
Für diesen Typ ist die Bezeichnung "Rauschtrinker" gebräuchlich, da sich hier Phasen der starken Berauschung mit längeren abstinenten Phasen abwechseln. Typisch für den Gamma-Alkoholiker ist, dass er - hat er einmal zu trinken begonnen - nicht mehr aufhören kann, selbst dann, wenn er bereits das Gefühl hat, genug zu haben. Dies wird als Kontrollverlust bezeichnet. Das Vermögen, auch längere Abstinenzphasen einzuhalten, wiegt die Vertreter dieses Alkoholiker-Typus in trügerischer Sicherheit - sie sind überzeugt, nicht abhängig zu sein.
Delta-Typ:
Damit ist der "Spiegeltrinker" gemeint. Dieser bleibt lange Zeit sozial unauffällig, da er selten erkennbar betrunken ist. Jedoch besteht bei ihm eine starke körperliche Abhängigkeit, so dass er ständig Alkohol konsumieren muss, um Entzugserscheinungen zu vermeiden. Durch das permanente Trinken entstehen zahlreiche körperliche Folgeschäden.
Epsilon-Typ:
Die gängigere Bezeichnung für diesen Typ lautet "Quartalsäufer", da er in unregelmäßigen Intervallen durchbruchhaft - in teilweise tagelangen Phasen - exzessiven Alkoholkonsum erlebt. Dazwischen kann er auch monatelang abstinent bleiben.

Welche körperlichen Folgen kann Alkoholmissbrauch haben?
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Akute Alkohol-Intoxikation (Rausch):
Die Verträglichkeit von Alkohol und seine Auswirkungen haben je nach Toleranzlage ein sehr breites individuelles Spektrum. Bei einer Blutalkohol-Konzentration von etwa 3 Promillen zeigen die meisten Menschen das Bild einer schweren Alkoholvergiftung (nach verhaltensdeutlichen Koordinations- und Artikulationsstörungen kommt es zur Beeinträchtigung der Bewusstseinslage, und zwar von ausgeprägter Schläfrigkeit bis hin zum Koma). Ab 5 Promille ist in der Regel mit einem tödlichen Ausgang zu rechnen.

Entzugserscheinungen treten auf, wenn der Alkoholiker die Alkoholzufuhr unterbricht oder stark reduziert.
Folgende Symptome sind möglich:

Magen-Darm-Störungen (Brechreiz, Durchfälle etc.)
Kreislaufstörungen (Kollapsneigung, "Herzrasen" etc.)
Schlafstörungen
Starkes Schwitzen
Neurologische Störungen (Zittern, Sprachstörungen, starke Nervosität oder epileptische Anfälle)
Psychische Störungen (Unruhe, depressive Verstimmung, Halluzinationen oder Angstzustände)

Alkoholdelir (Delirium tremens):
Dies ist die schwerste Form des Alkoholentzug-Syndroms. Es stellt eine lebensgefährdende Erkrankung dar (bis zu 20 % Todesfälle) und bedarf einer sofortigen stationären Behandlung. Die Anzeichen sind Bewusstseinsstörungen, ausgeprägte Angstzustände, starke Unruhe, Desorientiertheit und Halluzinationen (die berühmten "weißen Mäuse").

Persönlichkeits- und Hirnleistungsstörungen (organisches Psychosyndrom): Durch den Abbau von Gehirnsubstanz kommt es zu Störungen der Gedächtnisleistung, der Feinmotorik, der Aufmerksamkeits- und Konzentrationsfähigkeit. In weiterer Folge können sich auch Depressionen, Phobien (Angstzustände) und paranoide Störungen mit hoher Selbstmordgefährdung entwickeln.

Schädigungen der Nervenbahnen (Polyneuropathien):
Bei etwa 20 Prozent der Alkoholiker treten Taubheitsgefühle, Empfindungen wie "Ameisenkribbeln" (Parästhesien), Muskelschwäche oder -krämpfe und Nervenschmerzen auf. Auch der bei Alkoholikern oft zu beobachtende tapsige, unsichere Gang ist auf die Schädigung der Nervenbahnen zurückzuführen.

Erkrankungen des oberen Verdauungstraktes:
1. Gastritis
2. Entzündungen der Speiseröhre (Ösophagitis)
3. Mallory-Weiß-Syndrom (Schleimhaut-Einrisse im Übergang von der Speiseröhre zum Magen, die durch Erbrechen entstehen können und sehr leicht zu Blutungen führen)
4. Speiseröhren- und Magenkrebs

Resorptionsstörungen, die einen Mangel an Vitaminen (v.a. Vitamin B) und anderen wichtigen Substanzen (z. B. Folsäure) verursachen.

Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (chronische und akute Pankreatitis)

Störungen der Leber:
Toxische Alkoholgrenzen für die Leber sind individuell verschieden, bewegen sich aber bei Männern im Bereich von etwa 60 g reinem Alkohol (entspricht 1,5 l Bier oder 0,75 l Wein) und bei Frauen im Bereich von ca. 40 g (1,0 l Bier oder 0,5 l Wein). Bei fortlaufendem Überschreiten dieser Grenzwerte entwickelt sich eine Fettleber. Diese ruft zunächst keine Beschwerden hervor, es zeichnet sich aber oft schon eine deutliche Lebervergrößerung ab.

In weiterer Folge kann der Alkoholkonsum zur Fettleber-Hepatitis führen. Auch diese bleibt anfangs meist symptomlos, nach einiger Zeit treten jedoch Appetitlosigkeit, Übelkeit, Gewichtsverlust, Schmerzen im rechten Oberbauch, erhöhte Temperatur und eine Gelbfärbung der Skleren (Lederhaut des Auges) sowie der Haut auf.

Die Leberzirrhose wird durch den Untergang von Leberzellen und deren Ersatz durch einfaches Gewebe charakterisiert. Anfänglich müssen auch hier keine Symptome auftreten, in weiterer Folge zieht die Zirrhose aber die soeben beschriebenen Beschwerden nach sich. Oftmals entwickeln sich darüber hinaus ein Aszites (Wasseransammlung in der Bauchhöhle), Hautveränderungen, Gynäkomastie (Brustwachstum des Mannes) und Potenzstörungen. Die mittlere Überlebenszeit von Patienten mit Zirrhose beträgt in etwa zwölf Jahre, die Todesursache ist häufig Koma durch Leberversagen.

Alkoholtoxische Kardiomyopathie:
Pathologische Vergrößerung des Herzens, die zu einer verminderten Leistungsfähigkeit führt (Herzinsuffizienz).

Hypoglykämie (Unterzucker)

Alkoholtoxische Embryopathie: Der erhöhte Alkoholkonsum in der Schwangerschaft verursacht eine Schädigung des Embryos.

 
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 BeitragVerfasst am: 27.10.2004, 16:10     
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Erscheinungsformen bei Alkoholismus

Die gebräuchlichste Klassifikation und Einteilung geht ebenfalls auf Jellinek zurück. Der Pionier in der Erforschung der Alkoholkrankheit beschreibt fünf Typen (durch griechische Buchstaben gekennzeichnet), die sich durch Schweregrad und Art des Alkoholismus voneinander unterscheiden.
- ALPHA-TYP:
Dieser Typ benutzt den Alkohol um innere Spannungen und Konflikte zu bekämpfen. Die Trinkmenge ist abhängig von der jeweiligen Stresssituation. Somit besteht die Gefahr einer psychischen Abhängigkeit. Die Fähigkeit zur Abstinenz ist vorhanden, da noch keine körperliche Abhängigkeit eingetreten ist.

- BETA-TYP:
Hier handelt es sich um sogenannte Gelegenheitstrinker, Menschen also, die bei sozialen Anlässen zwar viel trinken, dabei aber sozial und psychisch unauffällig bleiben. Durch den häufigen Alkoholkonsum zeichnen sich jedoch bald gesundheitliche Folgen ab.

- GAMMA-TYP:
Für diesen Typ ist die Bezeichnung "Rauschtrinker" gebräuchlich, da sich hier Phasen der starken Berauschung mit längeren abstinenten Phasen abwechseln. Typisch für den Gamma-Alkoholiker ist, dass er - hat er einmal zu trinken begonnen - nicht mehr aufhören kann, selbst dann, wenn er bereits das Gefühl hat genug zu haben. Dies wird als Kontrollverlust bezeichnet. Das Vermögen, auch längere Abstinenzphasen einzuhalten, wiegt die Verterter dieses Alkoholiker-Typus in trügerischer Sicherheit - sie sind überzeugt, nicht abhängig zu sein.

- DELTA-TYP:
Damit ist der "Spiegeltrinker" gemeint. Dieser bleibt lange Zeit sozial unauffällig, da er selten erkennbar betrunken ist. Jedoch besteht bei ihm eine starke körperliche Abhängigkeit, so dass er ständig Alkohol konsumieren muss, um Entzugserscheinungen zu vermeiden. Durch das permamente Trinken entstehen zahlreiche körperliche Folgeschäden.

- EPSILON-TYP:
Die gängigere Bezeichnung für diesen Typen lautet "Quartalsäufer", da er in unregelmäßigen Intervallen durchbruchhaft - in teilweise tagelangen Phasen - exzessiven Alkoholkonsum erlebt. Dazwischen kann er auch monatelnag abstinent bleiben.

 
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 BeitragVerfasst am: 28.10.2004, 16:15     
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Was sind Alkoholprobleme ?

Problemfrei Menschen gibt es nicht. Wer sich für problemlos hält, macht sich und anderen etwas vor. Das Hauptproblem eines jedes Menschen ist er selbst, d.h. seine persönliche Art, mit sich und der Welt zurchtzukommen. Auf 100% perfekte Weise gelingt dies keinem.

Der Hauptunterschied zwischen den Menschen besteht darin, wie sie mit ihren chwierigkeiten, die ihr Leben mit sich bringt, umgehen. Dafür gibt es richtige und falsche Wege. Ein besonders gefährlicher, und dennoch immer häufiger gewählter Weg, ist die Benutzung von Drogen.

Drogen sind oder enthalten chemische Substanzen, mit denen wir auf unser Gefühlsleben einwirken, d.h. unsere Gefühle manipulieren. Manche Drogen sind bei uns streng verboten (z.B: Heroin), andere dagegen sind nicht nur erlaubt, ihr Genuß wird sogar gefördert (z.B. Alkohol).

Seit 1960 hat sich die Menge Alkohol, welche von einem durchschnittlichen Deutschen getrunken wird, mehr als verdreifacht. Die früher als "nüchtern" und fleißig geltenden Deutschen haben es inzwichen geschaftt, international fast konkurenzlos Weltmeister im Saufen zu werden.
Es liegt dadurch für den Einzelnen besonders nahe, Alkohol als Droge zur Manipulation von Stimmungen und Gefühlslagaen zu benutzen, wenn er vor echten Problemlösungen verzagt.

Die Probleme werden aber nicht weniger, wenn man sie mit Alkohol verdrängt, im Gegenteil, das "nüchterne" Leben wird immer drückender, immer mehr Alkohol wird gebraucht, um ihm wenigstens für einige Zeit zu entfliehen. Man nennt dies den Alkoholteufelskreis. Wichtig ist zu wissen, daß nicht der Alkohol das Grundproblem ist, sondern daß er als falsches Heilmittel mißbraucht wird. Die Bindung an den Alkohol kann man nur dann "für alle Zeit" auflösen, wenn man sich aktiv an seine Grundprobleme heranwagt und echte Lösungen sucht. Es nutzt daher wenig, sich nur mit Willensstärke das Saufen abzugewöhnen, der Rückfall ist auf kurz oder lang so gut wie sicher. Um ihn zu vermeiden, müssen grundsätzliche Korrekturen daran vorgenommen werden, wie man sich äußerlich und innerlich mit seinem Leben eingerichtet hat.

Um solche Korrekturen vorzunehmen, müssen die persönlichen Lebensprobleme zuerst erkannt werden. Dies ist leicht gesagt, aber schwer getan. Die Lebensproblematik eines Menschen ist nämlich in ihrem Aufbau mit einem Eisberg vergleichbar, bei dem nur die kleine Spitze aus dem Wasser ragt. Seine Hauptmasse liegt unter der Oberfläche. Aber gerade die ist es, die die größten Gefahren verursacht, an ihr ist nicht nur die TITANIC gekenntert. Dementsprechend liegt die Hauptmasse der Lebensprobleme unter der Oberfläche unseres Bewußtseins, ist uns - wie die Psychologen sagen - unbewußt.

Psychologen erklären das damit, daß wir schon vom ersten Lebenstag an Probleme wegschieben und "verdrängen", für deren Bewältigung wir uns unfähig oder machtlos fühlen. Da Kinder in vieler Hinsicht schwache und wehrlose Geschöpfe sind, müssen sie manche Probleme verdrängen, die ein Erwachsener bewältigen könnte; z.B. kann sich ein Erwachsener aus einer Beziehung lösen oder sich verändern, wenn er sich darin unwohl fühlt.
Ein Kind kann dies in Bezug auf seine Familie nicht, es muß irgendwie mit ihr zurechtkommen. Das Verdrängen von Problemen hilft ihm dabei, nicht unglücklich zu werden. Dieses ist der Grund dafür, daß es bei sehr verborgenen Grundproblemen oft notwenidig ist, seine Lebensgeschichte bis weit in die Kindheit zurück zu verfolgen. Man nennt das ein tiefenpsychologisches Vorgehen. Ohne Hilfe eines psychologischen Therapeuten geht man bei dieser Art des Nachdenkens über sich selbst leicht in die Irre.

Wenn MPU-Psychologen am Ende eines negativen Gutachtens eine tiefenpsychologische fundierte Maßnahme empfehlen, meinen viele, sie würden als "verrückt" oder "geisteskrank" abgestempelt. In Wirklichkeit geht es aber lediglich darum, bei der Aufarbeitung von schwierigen Persönlichkeitsproblemen fachkundige Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Zum Nachdenken sollte Sie ein berühmt gewordener Satz eines Psychologen anregen:

Alkohol ist eigentlich überhaupt kein Problem, das wirkliche Problem ist das nüchterne Leben.


hilfreiche Webseite hierzu:
http://www.a-connect.de/

 
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 BeitragVerfasst am: 13.01.2005, 20:12     
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Beiträge insgesamt: 3
Geschlecht: Männlich
Pokale: 1 Pokalturnier
 
 
 

Grundlagen der Alkoholabhängigkeit

Ausrufezeichen Körperliche Symptome

Idee Schwindel
Idee Unwohlsein
Idee Schwäche
Idee starkes Schwitzen
Idee erhöhter Blutdruck
Idee starkes Herzklopfen
Idee Schlafstörungen
Idee Tremor (zitternde Hände)
Idee Delirium tremens

Ausrufezeichen Erkrankungen :
Idee Lebererkrankungen,
Idee Alkoholgastritis
Idee Erhöhtes Krebsrisiko
Idee Störung des Immunsystems
____________________________________________________________________

Ausrufezeichen Psychische und psychosoziale Symptome

Pfeil Wahrnehmung:

Idee Löschen oder Verzerren von Informationen,
eingeschränkte Wahrnehmung von anderen und sich selber

Pfeil Verstand, Vernunft und Problemlösung

Idee Versuchen alles zu vermeiden
Idee Reduzierte Möglichkeiten Probleme zu lösen
Idee Reduzierte Möglichkeiten Entscheidungen zu treffen

Pfeil Gefühle

depressiv oder ängstlich, wechselnde Launen,
impulsives Verhalten, das nicht der Situation angepasst ist
Tendenz sich zurück zu ziehen
verringerte Frustrationstoleranz
aggressives Verhalten, wenn vom Trinken die Rede ist
lustiges und unterhaltsames Verhalten mit Trinkkollegen
Scham- und Schuldgefühle.

Pfeil Soziale Fähigkeiten

Eingeschränkte Fähigkeit Kontakte und Beziehungen einzugehen
mangelnde Selbstverteidigung
Vernachlässigung von Pflichten und Interessen
zunehmende Unzuverlässigkeit

Pfeil Identität und Selbstbild

Selbstentwertung und Selbstüberschätzung
Versagensängste und Geringschätzung

 
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