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Nach 2 1/2 Jahren 3. MPU endlich positiv beim TÜV Nord in Bi    Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen   zu Favoriten hinzufügen   Druckvorschau  
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 BeitragVerfasst am: 18.04.2012, 10:22     
suzuki238Offline
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Beitritt: 04.12.2011
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Nach 2 1/2 Jahren 3. MPU endlich positiv beim TÜV Nord in Bi

Hallo!
Habe die 2 1/2 – jährige Zeit ohne FS endlich überstanden und erzähle nun rundum von meinen Erfahrungen:
Meine Delikte: 1999: 1,43 %, Okt 2009: 1,66 %, Aug 2011: Fahren ohne FS
Habe nach meinem FS- Entzug 2009 eine 10 monatige Sperre + 1500,- € Geldbuße erhalten. Anstatt diese Zeit zu nutzen, wartete ich sie einfach ab, ging einmal zu der kostenlosen verkehrspsychologisch Beratung und las das Buch „Ich will meinen FS zurück.“ Ich dachte das reicht, den Alkoholkonsum hatte ich zwar stark eingeschränkt, für eine erfolgreiche MPU bei meiner Vorgeschichte war dieser aber noch viel zu hoch. Ich ging also völlig unvorbereitet (lt. VP nur ehrlich sein, dann wird das positiv) zu meiner 1. MPU zum TÜV Hessen nach Bielefeld, ohne Vermeidungsstrategien, ohne Abstinenznachweise bzw. eine nachvollziehbare KT und scheiterte natürlich. Nach Eingang des negativ- Gutachtens mit dem Rat zu einer VP Aufarbeitung machte ich im DEZ 2010 den überfälligen Schlussstrich mit Alkohol, machte meine Termine beim VP und setzte mich endlich intensiv mit meiner Problematik auseinander. Parallel entschied ich mich zum Nachweis der Abstinenz für die Haaranalyse (alle 3 Monate ca. 100,00 €) und ging zu meinen VP- Sitzungen (meiner Meinung nach rausgeschmissenes Geld). Mein Leben wurde von Monat zu Monat wieder lebenswerter, viele Probleme lösten sich allein durch meinen Verzicht, mir ging es wieder gut. Leider machte ich den schwerwiegenden Fehler und fuhr im Aug 2011, 2 Wochen vor meinen 2. MPU Termin, ohne FS. Fazit: 1600,00 € Strafe aber Gott sei Dank keine weitere Sperre (2- seitiger Brief meinerseits an die Staatsanwaltschaft, der jetzt in meine FS- Akte liegt). Daher kam es dann zur doppelten Fragestellung für die nächste MPU:
Ist zu erwarten…..unter Alkoholeinfluss
Ist zu erwarten…erheblich gegen verkehrsrechtlichen Bestimmungen verstoßen
Dadurch verschob sich mein MPU Termin auf Dez 2011, die Gebühr lag jetzt bei knapp 600,00 €.
1 Woche vor den großen Tag stieß ich auf dieses Forum und bekam hier wertvolle Hilfe, nur leider war die Zeit doch etwas knapp um auch intensiv auf die 2. Fragestellung der FSS einzugehen. Am 10.12. ging ich zu meiner 2 MPU (gleiches MPI), Termin war um 10.00 Uhr. Ca. halb 11 kam ich zum Arzt, Finger-Nase, Seiltänzerschritt, Blutabnahme, etc. und bekam einen ordentlichen Weinkrampf, der Druck war enorm. Ich habe mich dann wieder beruhigt, nach ca. 15 min zum Reaktionstest, der ist gut zu schaffen und dann ca. 2 Std auf den Psychologen gewartet. Da ich mich gut mit meiner Alkoholproblematik auseinander gesetzt habe, lief die Alk-Fragestellung der FSS sehr gut, (waren sie schon einmal bei einer MPU, gegenwärtige Strafverfahren, wie kam es zu der Trunkenheitsfahrt, wie viel Alk getrunken, haben sie sich fahrtüchtig gefühlt, warum trotzdem gefahren, wie weit gefahren, wie viel Alk vor der Tat, welche Gelegenheiten Alk, nach der 1. Fahrt Trinkgewohnheiten geändert, wann Alk Konsum gestiegen, warum mehrfach betrunken gefahren, warum heute keinen Alk mehr, warum Abstinenz, wie lange zukünftig Abstinenz, welche Situationen könnten sie rückfällig werden lassen, was machen sie dann, was tun sie heute bei Frust und Trauer, was ist auf einer Feier, warum nicht früher Alk Verzicht, haben sie eine Höchstmenge an Alk festgelegt (???Achtung!!!!AB), schlechtes Feedback wegen trinken, wie darauf reagiert, warum letzte MPU negativ, was beim VP gelernt, Selbsthilfegruppe, Notfallplan, wo gibt es professionelle Hilfe, warum nicht selten 1 Glas, warum so oft straffällig geworden, Gnade ! ) doch bei der 2. scheiterte ich….(warum ohne FS gefahren, warum bei Rot über die Ampel, warum das Risiko 2 Wochen vor MPU ohne FS gefahren, wie in Zukunft am STVK teilnehmen, können sie sich an Regeln halten, wie oft im STVK gegen Regeln verstoßen, Zukunft, war der FS- Entzug richtig, andere gefährdet) Ich sah mich noch immer gern als Opfer, spielte meiner Vergehen runter (jeder fährt mal bei Rot….) und ließ mich vom Psychologen völlig aus der Spur werfen. MPU`s mit 2 Fragestellungen sind wirklich hart und es bedarf einer sehr guten Vorbereitung. Da ich leider auch ein sehr ungeduldiger Mensch bin, ging ich nach der langen Wartezeit schon leicht genervt zum Psychologen, diese Einstellung war absolut selbstzerstörerisch, im nach hinein. So nicht Der GA sagte zum Ende des Gesprächs, Alk- Geschichte OK, aber Verkehr…? Hmmmm….50/50. Ich wusste, das war wieder nix und bin völlig neben der Spur nach Hause. Heul doch!
Die nächsten Wochen waren eine echte Härteprobe, da ich mittlerweile nur noch genervt, gefrustet und traurig war. Nach 3 Wochen kam das GA, und es war so wie erwartet (+ Empfehlung erneut zum VP). Ich hab dann erst mal den Kopf im Sand gesteckt, wurde noch übellauniger und meine Wut auf das „GA-Pack“ war schier riesig. Habe dann hier intensiv weiter an mir gearbeitet, Testknacker bei FS- Verlust gelesen und beim STVA eine Fristverlängerung bewilligt bekommen. Am 26.3. hatte ich meinen 3. MPU Termin beim TÜV Nord in Bielefeld und nahm mir diesmal fest vor alles richtig zu machen, vor allem meine negative Einstellung zu überwinden. Keine Wut auf den GA und keine Ungeduld. Das war wohl mein Erfolgsrezept.
Ich hatte um 10 h meinen Termin, wurde freundlich empfangen und schon nach wenigen Minuten ging es zum Psychologen. Der Ablauf hier war ganz anders, die MPU Gebühr hab ich im Vorfeld überwiesen (360,00 €) und binnen 14 Tagen meinen Termin bekommen. Ich war sehr aufgeregt, denn noch ein negativ hätte mich aus der Bahn geworfen. Der GA war auf Anhieb sympathisch, und fragte mich nach meinen Delikten, warum ich das gemacht habe, Auslöser, warum trotz VP- Maßnahmen ohne FS gefahren, was da gelernt, warum wurde das Vorgutachten negativ, Ursache für mein Verhalten, was wurde geändert, wofür gibt es Regeln im STVK, war die Strafe sinnvoll, wie verhalten sich die meisten im STVK, zukünftige Verkehrsteilnahme, welche Vorbereitungen sind wichtig, wie ist ihr Leben jetzt, offene Verfahren??? Zwischendurch musste ich wieder arg mit den Tränen kämpfen aber das Gespräch lief gut. Es kamen seinerseits 2 sehr schwierige Aussagen: Machen sie sich mal nicht so schlecht, Achtung, da nicht mitgehen sondern in der Täterrolle bleiben und was hat sich in den 3 Monaten geändert? Außerdem stellte er noch einige Fragen um die Wahrheit meiner Aussagen zu testen (Sie hatten ein Haus in….? Das kenn ich…das weiße mit Holzverkleidung….) Das kam mir doch recht spanisch vor, da diese Orte ca. 30 km auseinander liegen. Er legte mir nach ca. 35 Minuten ein Schreiben mit P O S I T I V vor mit der Bitte um Unterschrift. Ich war/bin so glücklich und erleichtert, habe nach 15 min Wartezeit den Reaktionstest gemacht und bin nach ca. 2 Std nochmal zum Arzt geschwebt. (Finger-Nase, Seiltänzer Schritt, Blutdruck, med. Vorgeschichte). Nach genau 10 Werktagen hatte ich mein positives GA endlich und bin am nächsten Tag damit zur FSS, wo ich auch sofort eine vorläufige Fahrerlaubnis erhielt. Seitdem bin ich wieder Mensch!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Jump !
Fazit:
- Niemals ohne Vorbereitung zur MPU, daher die hohe Durchfallquote
- Keine Opferrolle oder Wut im Bauch beim Psychologen: tödlich!!!!!!!
- Verkehrspsychologische Betreuung wird bei den GA gern gesehen, persönlich hat es mir nicht viel gebracht, die Kosten 10 Std à ca. 85,00 € sind enorm.
- Der ganze Spaß hat mich ca. 8.000,00 € gekostet
- Niemals aufgeben, scheint auch alles noch so hoffnungslos, immer weiter kämpfen und an sich arbeiten


Das war ein kurzer Überblich von über 2 sehr leidvollen Jahre. Die Leidtragendsten waren meine Familie, uns allen entging durch meine Riesen Dummheiten enorm viel Lebensqualität. Ich hoffe für mich, dass diese bittere Lektion auch in 20 Jahren noch nicht verblasst ist und mir ewig ein Man mal bleibt.
Falls ihr Frage habe, versuche ich gern zu helfen.
Euch alles Gute und viel Glück und nochmals vielen Dank an die tollen Moderatoren und User hier. Klatschen
GLG
Su

 
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 BeitragVerfasst am: 18.04.2012, 14:00     
ElefantenherzOffline
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Beiträge insgesamt: 45
Geschlecht: Unbekannt
 
 
 

O man ich freu mich mit dir, geile Sache!!!

 
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 BeitragVerfasst am: 18.04.2012, 14:52     
PetuniaOffline
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Beitritt: 24.11.2010
Beiträge insgesamt: 4462
 
 
 

Schöner, ausführlicher Bericht. Danke, Su! Klatschen

 
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 BeitragVerfasst am: 19.04.2012, 21:06     
josch1Offline
Beitritt: 20.09.2009
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Wohnort: Wiesenburg/ Mark
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Supi Su, fein berichtet Winken Bleib wachsam das Du nicht wieder Kandidat für uns wirst Smilie
Sonst aber immer gern gesehen Mr. Green

 
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 BeitragVerfasst am: 20.04.2012, 08:12     
suzuki238Offline
Spenderin des MPU-Forum
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Beitritt: 04.12.2011
Beiträge insgesamt: 159
Wohnort: NRW
Geschlecht: Weiblich
 
 
 

Vielen Dank,
Josch, der Volksmund sagt ja "Sag niemals nie", aber ich sage: N I E M A L S!
GLG
Su

 
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 BeitragVerfasst am: 22.04.2012, 21:18     
HalliOffline
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Beiträge insgesamt: 868
Wohnort: Braunschweig
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Schöner Bericht, der einigen Usern hier hoffentlich Mut macht!

 
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 BeitragVerfasst am: 11.02.2017, 14:03     
EltromaOffline
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Beiträge insgesamt: 5
Geschlecht: Unbekannt
 
 
 

ok, die Folter mach ich nicht mehr mit

suzuki238 ist der Meinung komma dass:
Hallo!
Habe die 2 1/2 – jährige Zeit ohne FS endlich überstanden und erzähle nun rundum von meinen Erfahrungen:
Meine Delikte: 1999: 1,43 %, Okt 2009: 1,66 %, Aug 2011: Fahren ohne FS
Habe nach meinem FS- Entzug 2009 eine 10 monatige Sperre + 1500,- € Geldbuße erhalten. Anstatt diese Zeit zu nutzen, wartete ich sie einfach ab, ging einmal zu der kostenlosen verkehrspsychologisch Beratung und las das Buch „Ich will meinen FS zurück.“ Ich dachte das reicht, den Alkoholkonsum hatte ich zwar stark eingeschränkt, für eine erfolgreiche MPU bei meiner Vorgeschichte war dieser aber noch viel zu hoch. Ich ging also völlig unvorbereitet (lt. VP nur ehrlich sein, dann wird das positiv) zu meiner 1. MPU zum TÜV Hessen nach Bielefeld, ohne Vermeidungsstrategien, ohne Abstinenznachweise bzw. eine nachvollziehbare KT und scheiterte natürlich. Nach Eingang des negativ- Gutachtens mit dem Rat zu einer VP Aufarbeitung machte ich im DEZ 2010 den überfälligen Schlussstrich mit Alkohol, machte meine Termine beim VP und setzte mich endlich intensiv mit meiner Problematik auseinander. Parallel entschied ich mich zum Nachweis der Abstinenz für die Haaranalyse (alle 3 Monate ca. 100,00 €) und ging zu meinen VP- Sitzungen (meiner Meinung nach rausgeschmissenes Geld). Mein Leben wurde von Monat zu Monat wieder lebenswerter, viele Probleme lösten sich allein durch meinen Verzicht, mir ging es wieder gut. Leider machte ich den schwerwiegenden Fehler und fuhr im Aug 2011, 2 Wochen vor meinen 2. MPU Termin, ohne FS. Fazit: 1600,00 € Strafe aber Gott sei Dank keine weitere Sperre (2- seitiger Brief meinerseits an die Staatsanwaltschaft, der jetzt in meine FS- Akte liegt). Daher kam es dann zur doppelten Fragestellung für die nächste MPU:
Ist zu erwarten…..unter Alkoholeinfluss
Ist zu erwarten…erheblich gegen verkehrsrechtlichen Bestimmungen verstoßen
Dadurch verschob sich mein MPU Termin auf Dez 2011, die Gebühr lag jetzt bei knapp 600,00 €.
1 Woche vor den großen Tag stieß ich auf dieses Forum und bekam hier wertvolle Hilfe, nur leider war die Zeit doch etwas knapp um auch intensiv auf die 2. Fragestellung der FSS einzugehen. Am 10.12. ging ich zu meiner 2 MPU (gleiches MPI), Termin war um 10.00 Uhr. Ca. halb 11 kam ich zum Arzt, Finger-Nase, Seiltänzerschritt, Blutabnahme, etc. und bekam einen ordentlichen Weinkrampf, der Druck war enorm. Ich habe mich dann wieder beruhigt, nach ca. 15 min zum Reaktionstest, der ist gut zu schaffen und dann ca. 2 Std auf den Psychologen gewartet. Da ich mich gut mit meiner Alkoholproblematik auseinander gesetzt habe, lief die Alk-Fragestellung der FSS sehr gut, (waren sie schon einmal bei einer MPU, gegenwärtige Strafverfahren, wie kam es zu der Trunkenheitsfahrt, wie viel Alk getrunken, haben sie sich fahrtüchtig gefühlt, warum trotzdem gefahren, wie weit gefahren, wie viel Alk vor der Tat, welche Gelegenheiten Alk, nach der 1. Fahrt Trinkgewohnheiten geändert, wann Alk Konsum gestiegen, warum mehrfach betrunken gefahren, warum heute keinen Alk mehr, warum Abstinenz, wie lange zukünftig Abstinenz, welche Situationen könnten sie rückfällig werden lassen, was machen sie dann, was tun sie heute bei Frust und Trauer, was ist auf einer Feier, warum nicht früher Alk Verzicht, haben sie eine Höchstmenge an Alk festgelegt (???Achtung!!!!AB), schlechtes Feedback wegen trinken, wie darauf reagiert, warum letzte MPU negativ, was beim VP gelernt, Selbsthilfegruppe, Notfallplan, wo gibt es professionelle Hilfe, warum nicht selten 1 Glas, warum so oft straffällig geworden, Gnade ! ) doch bei der 2. scheiterte ich….(warum ohne FS gefahren, warum bei Rot über die Ampel, warum das Risiko 2 Wochen vor MPU ohne FS gefahren, wie in Zukunft am STVK teilnehmen, können sie sich an Regeln halten, wie oft im STVK gegen Regeln verstoßen, Zukunft, war der FS- Entzug richtig, andere gefährdet) Ich sah mich noch immer gern als Opfer, spielte meiner Vergehen runter (jeder fährt mal bei Rot….) und ließ mich vom Psychologen völlig aus der Spur werfen. MPU`s mit 2 Fragestellungen sind wirklich hart und es bedarf einer sehr guten Vorbereitung. Da ich leider auch ein sehr ungeduldiger Mensch bin, ging ich nach der langen Wartezeit schon leicht genervt zum Psychologen, diese Einstellung war absolut selbstzerstörerisch, im nach hinein. So nicht Der GA sagte zum Ende des Gesprächs, Alk- Geschichte OK, aber Verkehr…? Hmmmm….50/50. Ich wusste, das war wieder nix und bin völlig neben der Spur nach Hause. Heul doch!
Die nächsten Wochen waren eine echte Härteprobe, da ich mittlerweile nur noch genervt, gefrustet und traurig war. Nach 3 Wochen kam das GA, und es war so wie erwartet (+ Empfehlung erneut zum VP). Ich hab dann erst mal den Kopf im Sand gesteckt, wurde noch übellauniger und meine Wut auf das „GA-Pack“ war schier riesig. Habe dann hier intensiv weiter an mir gearbeitet, Testknacker bei FS- Verlust gelesen und beim STVA eine Fristverlängerung bewilligt bekommen. Am 26.3. hatte ich meinen 3. MPU Termin beim TÜV Nord in Bielefeld und nahm mir diesmal fest vor alles richtig zu machen, vor allem meine negative Einstellung zu überwinden. Keine Wut auf den GA und keine Ungeduld. Das war wohl mein Erfolgsrezept.
Ich hatte um 10 h meinen Termin, wurde freundlich empfangen und schon nach wenigen Minuten ging es zum Psychologen. Der Ablauf hier war ganz anders, die MPU Gebühr hab ich im Vorfeld überwiesen (360,00 €) und binnen 14 Tagen meinen Termin bekommen. Ich war sehr aufgeregt, denn noch ein negativ hätte mich aus der Bahn geworfen. Der GA war auf Anhieb sympathisch, und fragte mich nach meinen Delikten, warum ich das gemacht habe, Auslöser, warum trotz VP- Maßnahmen ohne FS gefahren, was da gelernt, warum wurde das Vorgutachten negativ, Ursache für mein Verhalten, was wurde geändert, wofür gibt es Regeln im STVK, war die Strafe sinnvoll, wie verhalten sich die meisten im STVK, zukünftige Verkehrsteilnahme, welche Vorbereitungen sind wichtig, wie ist ihr Leben jetzt, offene Verfahren??? Zwischendurch musste ich wieder arg mit den Tränen kämpfen aber das Gespräch lief gut. Es kamen seinerseits 2 sehr schwierige Aussagen: Machen sie sich mal nicht so schlecht, Achtung, da nicht mitgehen sondern in der Täterrolle bleiben und was hat sich in den 3 Monaten geändert? Außerdem stellte er noch einige Fragen um die Wahrheit meiner Aussagen zu testen (Sie hatten ein Haus in….? Das kenn ich…das weiße mit Holzverkleidung….) Das kam mir doch recht spanisch vor, da diese Orte ca. 30 km auseinander liegen. Er legte mir nach ca. 35 Minuten ein Schreiben mit P O S I T I V vor mit der Bitte um Unterschrift. Ich war/bin so glücklich und erleichtert, habe nach 15 min Wartezeit den Reaktionstest gemacht und bin nach ca. 2 Std nochmal zum Arzt geschwebt. (Finger-Nase, Seiltänzer Schritt, Blutdruck, med. Vorgeschichte). Nach genau 10 Werktagen hatte ich mein positives GA endlich und bin am nächsten Tag damit zur FSS, wo ich auch sofort eine vorläufige Fahrerlaubnis erhielt. Seitdem bin ich wieder Mensch!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Jump !
Fazit:
- Niemals ohne Vorbereitung zur MPU, daher die hohe Durchfallquote
- Keine Opferrolle oder Wut im Bauch beim Psychologen: tödlich!!!!!!!
- Verkehrspsychologische Betreuung wird bei den GA gern gesehen, persönlich hat es mir nicht viel gebracht, die Kosten 10 Std à ca. 85,00 € sind enorm.
- Der ganze Spaß hat mich ca. 8.000,00 € gekostet
- Niemals aufgeben, scheint auch alles noch so hoffnungslos, immer weiter kämpfen und an sich arbeiten


Das war ein kurzer Überblich von über 2 sehr leidvollen Jahre. Die Leidtragendsten waren meine Familie, uns allen entging durch meine Riesen Dummheiten enorm viel Lebensqualität. Ich hoffe für mich, dass diese bittere Lektion auch in 20 Jahren noch nicht verblasst ist und mir ewig ein Man mal bleibt.
Falls ihr Frage habe, versuche ich gern zu helfen.
Euch alles Gute und viel Glück und nochmals vielen Dank an die tollen Moderatoren und User hier. Klatschen
GLG
Su




ok, die Folter mach ich nicht mehr mit

bei mir ist Alk gering gewichtet 0,46 aber Straftaten und bin nun in Österreich.....der Stress geht weiter
oh viel schreiben soll man hier
ich muss nicht zu einem Test vermutlich wo man durchfallen kann

 
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